Abgründig ist das menschliche Herz, beispiellos und unverbesserlich. Wer kann es durchschauen? 10Ich, Jahwe, sehe bis auf den Grund. Ich prüfe die geheimsten Wünsche, um jedem zu geben, was er verdient, und zwar aufgrund seiner Taten. 11Wie ein Rebhuhn, das Eier ausbrütet, die es nicht selbst gelegt hat, so ist ein Mensch, der Reichtum durch Unrecht erwirbt. In der Mitte seines Lebens muss er ihn lassen, und am Ende steht er als Trottel da. Gebet Jeremias: 12Der Ort unseres Heiligtums ist ein Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anfang an.
13Jahwe, du Hoffnung Israels! Die dich verlassen, werden scheitern, werden in den Staub geschrieben, denn sie verließen Jahwe, die Quelle frischen Wassers. 14Heile mich, Jahwe, dann werde ich gesund! Hilf du mir, dann ist mir wirklich geholfen! Du gibst mir Anlass, dich zu preisen. 15Sieh doch, wie sie zu mir sagen: “Wo bleibt denn Jahwes Wort? Es soll sich doch erfüllen!” 16Ich gab den Hirtendienst nicht auf, wünschte das Unheil nicht herbei, wie du ja weißt. Was von meinen Lippen kam, ist dir wohlbekannt. 17Mach mir keine Angst, du bist doch meine Zuflucht, wenn das Unheil kommt. 18Bring Schande über meine Verfolger, aber nicht über mich! Sie soll das Entsetzen packen, nicht aber mich. Bring über sie den Unheilstag, zerschmettere sie im völligen Zusammenbruch!